die Realität in der

UKRAINE


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Ich will Sie nicht langweilen mit Geringfügigem, aber offizielle Fakten über die UA können sie jedoch überall finden!

Ich schildere Ihnen einfach die Situation wie ich sie anfang des Jahres erlibte. 
Jan.- Feb.-99

 Nach einem Nachrichtenreport im Medien - die armen Menschen froren sich fast zu Tode - bin ich runtergefahren..  Eine Menge Freunde hier in Stockholm (keine Organisation) sammelten Kleidung, Schuhe und etwas Geld und dann schickten sie mich dort hin um nach zu sehen...

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Aber zuerst - ich teile die Reise in zwei Seiten. Die andere berichtet von einem Besuch in einem (kinderheim) im Zentrum der Stadt Boyarka, ca. 90 km südl. von Tschernobyl.

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Ich wohnte in einigen privaten Wohnungen bei unterschiedlichen Familien. So hatte ich die einzigartige Gelegenheit, ihren Alltag mitzuerleben und auch mit ihnen zu teilen. (Ausserdem sind Hotels sehr teuer.)
Einige Tage war ich unentschlossen, lebte bei einer "reichen" Familie, die abgeschottet vom restlichen "Pack" in riesigen Schlössern gut gesichert wohnte, doch ich verliess sie wieder, weil ich es ziemlich zynisch fand.

Viellicht sind die folgenden Informationen etwas einseitig, denn ich wollte Sie ja eigentlich zu den armen und weniger armen Leuten führen. Aber nun interessiert erstmal die andere Seite..

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So, nun starten wir in die Innenstadt Kiew´s, wir besichtigen ein Hotel und betrachten die Zimmer..
-Preis für eine Nacht? Von $200 an aufwärts...Wie dieses oder jenes Zimmer. 
(ohne "Zimmerservice"...)
Nun gleich um die Ecke, hinunter in die Fussgängertunnel - ist das ein cold fact:
cold.1 cold.2 cold.3 cold.4 cold.5 cold.6 cold.7 cold.8 cold.9 cold.10 cold.11 cold.12 cold.13

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Ziemlich erschreckend...und kallt... wärmen wir uns auf bei Mc-Donalds, Hier sind zwei von ihnen...innen ist es warm und voll...und billig, ein Big Mac ca.- $1.40...laden wir ein paar Bettler ein!
Beim Personal keine Reaktion, hier ist jeder willkommen (wenn man sich es leisten kann)und die Kinder lieben es.
Sie fanden die Idee glänzend ...

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- Jetzt nehemen wir die metro zu einem Vorort und feiern... ja, heute ist der 7. Januar... Weihnachten!!!
Die Metro (von 1960) ist das beste,, billigste (8 cent) und sauberste (Ja!) Verkehrsmittel in der City.( etwas voll allerdings)
Nach 5 Stationen erreichen wir Obolon (wo das berühmte Bier gemacht wird)... dieses Haus scheint interessant zu sein, gehen wir hinein und sehen es uns an. Hier ist der Hausmeister priviet! (hallo)... und jetzt die 2. Etage, besichtigen wir eine Wohnung...und...Priviet......und wo ist die Party...???...aha...priviet...und... eine Menge Menschen...priviet ...*...HI...*... priviet...*... priviet


- Die leute sind freundlich hier, sehr freundlich! Ich habe niemals zuvor auf meinen weltweiten Touren solche nette Art kennengelernt!
Aber heute Abend wollen wir feiern...erst etwas essen. und dann viel das...CHEERS...
 

-Und nun - Fest - Party und tanzen. Die Jugend geht von Haus zu Haus und singen Weihnachtslieder in einer wirklich schönen Atmosphäre... ach ja ... PROST... a Fröhliche Weihnacht und ein Gesundes neues Jahr!

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Am nächsten Tag wollen wir Sascha besuchen. An einem dummen Sommertag vor drei Jahren am Flüss Dnepr änderte sich sein Leben und seine Zukunft von einem Moment zum anderen. Augenzeugen des Unfall sagen "es war wirklich traurig und dramatisch"..."...
"Vovva" fährt uns zu Sascha.
Er erzählt: "Ja, es war schrecklich alles, woran ich mich erinnern kann ist, dass ich einen Kopfsprung von einem Fels ins Wasser machte"...
Vovva: "Und wir haben Dich gewarnt, nicht wahr"?
Sascha: "Klar, es war verrückt, ich weiss, aber was nützt mir das jetzt"?
(Er zeigt auf seine Beine) 22 Jahre alt und plötzlich vom gesunden Sportler zum Krüppel geworden...just like that!

Sascha ist von der Taille abwärts gelähmt, im Monat bekommt er eine Unterstützung von $10. Er wohnt mit seiner Mutter in deren Einzimmerwohnung. Seine Mutter geht jeden Tag arbeiten - dafür bekommt sie $40 p.Monat.
Sascha hat einen Traum - einen neuen Rollstuhl - ja, so kann er wieder raus, der alte ist kapputt. "Ich war seit letzten sommer nicht mehr draussen."
Sascha ist ziemlich verzweifelt - wenn Sie ihn aufmuntern möchten, vielleicht mit einen Postkarte:
Sascha Poderveanskey A.S 
218 Flat 13a Heruyer Stalingrada st.
Kiev UKRAINE

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Einige wirtschaftliche Fakten:

Die Gehälter sind niedrig hier (wenn man überhaupt eins bekommt) wie kann man so ûberhaupt leben bzw. ûberleben???
Hier ist die Antwort: bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness/ bizness... 
Oder was anderes. Preise? Eine Musik CD kostet $1 (MC´s weniger) Wieviel bekommt wohl der Komponist...?
- Hier wird mit allen gehandelt, grosse und kleine Geschäfte, mit jedem und überall. Es fängt an bei dem Mann der seinen Spiegel verkauft, am sich vom Erlös etwas zum Essen zu kaufen unt hört bei der Speditionsfirma auf, die verkauft wird, weil sie durch die hohen Steuern bankrott gegangen ist. Heutzutage nutzen auch private Leute ihr Telefon geschäftlich und bekommen 10%.

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Es gibt "Supermärkte" hier, nur die Preise sind die gleichen wie im westen oder noch höher eben.
Viele Familien haben eine "datcha" wo sie die nötigen Obst - und Gemüsesorten anbauen. Sie sind eine Menge wert hier. Die UA ist grösser als Frankreich und besitzt den besseren Boden Europas(die schwarze Erde) die meisten Produkte und Erzeugnisse gehen direkt zum Verkauf auf die Märkte und die Milch kommt noch direkt vom Bauernhof. (15 cent/l)
Die grossen landwirtschaft betriebe werden noch immer staatlich geführt. (kolchoz) 
Wer arbeitslos ist, hat keinen Anspruch auf irgendwelche Unterstützung. Hier gibt es weder für Häuser noch Autos Versicherungen. Wenn man krank wird, kann es problematisch werden oder man kann sich eine Privatklinik leisten. Es muss nicht weiter erwähnt werden, dass die staatlichen Krankenhäuser von ausländischer Hilfe abhängig sind. 
Es ist möglich, Rente zu bekommen: normal $20 p.monad
Auch kann man acht Jahre lang Kindergeld in Höhe von $5 p.monad. 
Wer ein Auto braucht, muss nur einen Blick auf die Preise werfen...
Ohne Dollars geht gar nichts, die Leute vertrauen ihrer eigenen Währung nicht; Hrivna.

(Avto Bazar 20.01.99)


BMW 316-91=$9900
BMW 316i-91=$12000
BMW 325-91=$11800
BMW 325-91=$13500
BMW 520-91=$10000
BMW 520-90=$9500
BMW 530-94=$25000
Mercedes 190-91=$10500
Mercedes 200E-94=$16400
Mercedes 230E-97=$38000
Mercedes 320-93=$31000
Volvo 740-84=$4500
Volvo 740-86=$5200
Volvo 850-94=$16800 
Volvo 940-92=$18000
(Benzin=$0.45/l)


Oder sind sie vielleicht an einer BMW original interessiert, made in USSR...Ich werde mich schlau machen und nach Möglichkeit welche exportieren.


Sind Sie an einem Appartment in diesem Haus interessiert? (Dorf) Preis 65 kvm=$16000. Oder im Vorort von Kiew $24000. 
Oder Sie möchten ein eigenes Haus, vielleicht in Cherkassy? (einer Stadt mit 500.000 Einwohnern) Preis 250 kvm=$30.000 Hier ein Blick auf einige typische ukrainische Häuser:
Haus* Haus* Haus* Haus* Haus*

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Heute besuchen uns Alex und Dennis sie studieren an dieser schule kostenlos - aber, Du bekommst nur etwas wenn Du dafür bezahlst, zum Beispiel gibt es keine Computer dort.
Alle Unterrichtsstunden sind heutzutage in ukrainischer Sprache, was vorher verboten war.
- Sonst wird untereinander Russisch gesprochen. 
Alex und Dennis sind glücklich, dass ihre Eltern die Englischstunden bezahlen können und somit die Möglichkeit besteht, in der Zukunft im Ausland arbeiten zu können. Das ist der Traum aller Jugendlichen hier...

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